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„Ich bin bereit, damit Rheinland-Pfalz gewinnt“

Darauf haben alle hingefiebert: Die Spitzenkandidatin ist endlich nominiert. Julia Klöckner steht auf der riesigen Parteitagsbühne. Während ihrer Rede hat sie nichts ungesagt gelassen, doch jetzt kommt sie einfach nicht zu Wort. Tausend Parteianhänger in der übervollen Gartenschau-Halle in Bingen jubeln ihr zu - 99,5 Prozent der Delegierten haben ihr begeistert ihre Unterstützung zugesagt. Die Partei zollt der Frau Tribut, die ihr das Gefühl gegeben hat, dass es 2011 endlich klappt. Für den ersten Höhepunkt sorgt aber Christian Baldauf. Der Landeschef erklärt Julia Klöckner zur besten Wahl, „besser für unser Land". Er beschwört das Ende der „Methode Beck": „Zwanzig Jahre sind genug." Schon einmal habe eine christdemokratische Frau einen regierenden Sozialdemokraten abgelöst. „Wir werden wiederholen, was zuvor Angela Merkel im Bund gelungen ist!" Jubel im Saal, der ohrenbetäubend wird, als Baldauf Klöckner zur Spitzenkandidatin vorschlägt. Dann überrascht Baldauf: Er trägt Klöckner auch den Landesvorsitz an - damit Rheinland-Pfalz gewinnt. Da steht der Saal das erste Mal Kopf. Nachdem Julia Klöckner den ovalen Steg, der aus der Bühne ragt, erreicht hat, nachdem sie an das Rednerpodest getreten und nun nahe bei den Zuhörern ist, legt sie los. Charmant und kraftvoll setzt sie Angriffspunkte: Die SPD habe keine Leidenschaft mehr. Pointiert fasst sie die Regierungsbilanz zusammen: „Unterrichtsausfall, Tricksereien bei der Richterbesetzung, Schwiegersohn-, Herzogaffäre, Arp-Museum, Kommunalreformchaos." In den Kampfanzug schlüpft Klöckner aber nur kurz. Sie dokumentiert ihre Grundüberzeugungen und skizziert ihre Anleitung zum Sieg: Rheinland-Pfalz soll ab 2020 ohne neue Schulden auskommen, dafür will sie die Verfassung ändern und die Kommunen mit ins Boot holen. Klöckner wirbt überzeugend für mehr Arbeitsplätze und schnellere Genehmigungsverfahren. In punkto Bildungspolitik spricht sich Klöckner für eine differenzierte Schullandschaft aus. Sorgenvoll blickt sie auf den Unterrichtsausfall, um dann für kleinere Klassen, vergleichbare Abschlüsse, Sprachförderung und Hausaufgabenbetreuung in der Schule zu plädieren. Schließlich fordert sie Betreuungsleistungen für Jung und Alt auszubauen. Und auch die Bewahrung der Schöpfung und den Schutz der Verbraucher nennt sie als Schwerpunkte. All das will sie als Ministerpräsidentin in den Griff bekommen. Doch Klöckner liefert mehr als Argumente, sie inspiriert: „Zukunft durch Sparen, Chancen durch Bildung, Zusammenhalt durch Solidarität. Dynamik durch aktive Regionalpolitik." Das gehe nicht im SPDSchlafwagen. „Wir haben Lust auf ICE." Ihre Abschlussworte gehen im Jubel unter. Und während im Beifall die Minuten verrinnen, ist es ein Gedanke, der haften bleibt: Mit dieser Frau können wir es schaffen. Klöckners Ausstrahlung - diese Geschichte wird eine der interessantesten sein, die es nach dem 27. März 2011 zu erzählen gilt.

           

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