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CDU diskutiert über Stadtentwicklung

Wie hat sich Lahnstein in seiner Bauhistorie aus den ehemaligen Städten Oberlahnstein und Niederlahnstein nach jetzt fast vierzig Jahren zum heutigen Stand entwickelt und welche städtebaulichen Probleme sind anzupacken? Zu diesen Fragen referierte die stellvertretende CDU-Vorsitzenden Melanie Scheeben im Rahmen einer Mitgliederversammlung der CDU Lahnstein.
Die Referentin leitete ihren Vortrag mit einer Zeitreise ein, beginnend von den ersten Siedlungsformen an der Lahnmündung bis hin zur Neuzeit, wobei die jeweiligen Siedlungsstrukturen mit Karten, Luftbildern und Fotos verdeutlicht wurden. Besonders anschaulich wurde die jüngste Entwicklung seit dem Zusammenschluss der beiden Städte im Jahr 1969 dargestellt, da erst ab diesem Zeitpunkt von einer gemeinsamen Lahnsteiner Stadtentwicklung gesprochen werden kann. Deutlich wurde, dass die topographischen Bedingungen des Rhein- und Lahntales sowie die Begrenzungen durch die im 19. Jahrhundert gebauten Eisenbahntrassen und Verkehrswege, der Stadtentwicklung Grenzen gesetzt haben. Melanie Scheeben zeigte auf, dass die Baugebiete auf den Höhen über den gewachsenen Stadtkernen zwar über eine durchaus gute Verkehrsanbindung und Wohnqualität verfügen würden. Eine ausreichenden ÖPNV-Anbindung fehle allerdings ebenso, wie eine ansprechende Versorgung durch nahegelegene Geschäfte. Die Referentin verwies aber auch auf die Chancen der Stadt: Die unbestritten schönen Seiten Lahnsteins seien ein nicht zu unterschätzendes Potential. Die Tatsache, dass Lahnstein mit dem römischen Limes und dem oberen Mittelrheintal zwei Unesco-Welterbe auf seinem Stadtgebiet vereine, biete enorme Entwicklungschancen. Melanie Scheeben empfahl daher nachdrücklich, dass sich die Stadt um die Ausrichtung einer Landesgartenschau bewerben solle. Das Beispiel der diesjährigen Landesgartenschau in Bingen habe eindrucksvoll gezeigt, dass hiermit Stadtbild und Stadtentwicklung nachhaltig verbessert werden könnten. Dieser Idee der Referentin schlossen sich die anwesenden Mitglieder an und beauftragten somit CDU-Fraktion und Vorstand sich des Themas anzunehmen.
Im Anschluss an den Vortrag wurden die städtebaulichen Missstände und Chancen unter den anwesenden CDU-Mitgliedern lebhaft und teilweise kontrovers diskutiert. Einigkeit herrschte unter den Teilnehmern, dass die nach wie vor starke örtliche Trennung der beiden historisch gewachsenen Stadtkerne und die teilweise Verödung der Geschäftswelt im Innenstadtbereich problematisch sei. Auch der geplante Neubau des Globus-Warenhauses wurde unter dem Gesichtspunkt der ungelösten Verkehrsprobleme, der weiteren Zerschneidung der Stadtteile Ober- und Niederlahnstein und der befürchteten Beeinträchtigung des Stadtbildes kritisch angesprochen. Andererseits wurde darauf hingewiesen, dass der Globus sowohl als großer Arbeitgeber und Ausbilder, wie auch als nahe Einkaufsmöglichkeit benötigt wird.
Nach einer Stunde Vortrag und gut zwei Stunden angeregter Diskussion dankte der CDU-Vorsitzende Johannes Lauer unter anhaltendem Melanie Scheeben für ihren fundierten Vortrag. Sie habe viele gute Denkanstöße gegeben, die in der Mitgliederschaft, wie auch im CDU-Vorstand und der Fraktion weiter verfolgt und diskutiert werden sollten, so Lauer.



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